Endura Alpentraum – Schön.Hart.

Eckdaten
Das Radrennen „Endura Alpen-Traum“ ging über 252 Kilometer und 6 Pässe mit insgesamt 6.078 Höhenmetern von Sonthofen (DE) durch Österreich und die Schweiz nach Sulden (I). Der Start erfolgte um 6:30 Uhr bei leichtem Regen, der nach ca. 100 Kilometern ganz aufhörte. Es waren verschiedene Zeitlimits einzuhalten. Bei Überschreitung musste man entweder aus dem Rennen aussteigen oder – beim Zeitlimit 15:30 Uhr in Laatsch – über Prad ins Ziel fahren anstatt über das Stilfser Joch, den Höhepunkt des Rennens.
Gemeldet hatten 518 Fahrerinnen (21) und Fahrer (497). Es finishten 375 (14/361). Hier geht’s direkt zu den Ergebnissen.

So schnitten Jens und ich ab
Jens finishte auf Platz 292 in der Gesamtwertung. Ich verfehlte das Zeitlimit in Laatsch um 2 Minuten und musste deshalb auf die Prad-Runde (laut bikemap: 221 Kilometer und 4.380 Höhenmeter) und kam in die Prad-Wertung.

Wie es war?
Schön…! Wir kamen auf der Hin- und Rückfahrt über die A7 gut durch. Die Veranstaltung war super organisiert. Ich fühlte mich sehr wohl im Kreis der Organisatoren, Helfer und Mitfahrer. Eine eingeschworene Gemeinschaft mit dem gemeinsamen Ziel, das wohl härteste Bergrennen im Alpenraum zu bestehen.
Mal abgesehen vom anfänglichen Regen war es traumhaft, durch die herrliche Landschaft zu radeln. Ich liebe die Alpen. Im zweiten Teil des Rennens schien oft die Sonne und es war angenehmen warm. Italien eben.
Ich traf neben Klaus aus Stade, Jörg(?) aus Cadenberge und seine Begleiterin Dörte, die Jörg den Alpentraum eingebrockt hatte, wie er mir erzählte, einen jungen Biker aus Dammhausen, der an unserer MTB-Tortour im März teilgenommen hatte sowie mir namentlich nicht bekannte Horneburger, Buxtehuder und Hamburger. Sie alle sprachen mich an, weil sie an meinem Trikot „RSC Harsefeld“ lasen.

…hart! Wahrscheinlich würde ich mir das nicht noch einmal antun, wenn ich gefinisht hätte. Hab‘ ich aber nicht – wegen zu schlechter Vorbereitung. Am Berg überholten mich einfach alle. Das ist doof bei einem Bergrennen. Dabei hatte ich diesmal keinerlei Defizite bei Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme. Die Labe-Stationen waren gut verteilt und boten alles, was ich brauchte. Abgesehen vom Nacken (war erträglich) schmerzte nichts. Weder Knie noch Hintern. Vielleicht lag das daran, dass ich mit meinem Ridley X-Fire auf schlauchlosen Schwalbe 1 Tubeless-Reifen mit 6.5 bar unterwegs war und nicht mit meinem Rennrad. Ich hatte auch keine Krämpfe oder Anflüge davon. Es fehlte nur die Muskelkraft. Gewicht dagegen, hatte ich zuviel dabei.
Nachdem ich das Zeitlimit in Laatsch überschritten hatte und auf die Prad-Runde musste, war für mich das Rennen kopfmäßig zu Ende. Ich klönte mit den Streckenposten, machte Fotos von Laatsch und gesellte mich zu zwei Schicksalsgenossen auf eine Apfelschorle im Biergarten eines Hotels in Agums kurz vor Prad. Stress kam nochmal auf, als mir einer der beiden erzählte, dass bis Sulden noch knapp 1.000 Höhenmeter zu bewältigen sind und das über zahlreiche Rampen mit Steigungen im deutlich 2-stelligen Prozentbereich. Sch…. Nun aber los!
Ich brauchte knapp 2 Stunden für diese restlichen 17 Kilometer. Um 18 Uhr kreuzten der Dammhausener, sein Kamerad und ich die Ziellinie. Eine Medaille und das Finisher-Shirt gab es nicht. Logisch.

Und nun?
Im nächsten Jahr wird alles anders. Ich weiß, ich kann das schaffen!

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