Zeitfahren Hamburg-Berlin 2014

Alles gut gelaufen. Pannen oder sonstige bremsende Vorfälle fielen dieses Jahr bei uns aus. Peter und ich brauchten nur 9 Stunden und 41 Minuten für 272 Kilometer ins Ziel! Klasse oder? Das hatten wir nicht zu hoffen gewagt.

HHB2014-imZiel

Peter und Ralf im Ziel dem Wassersportheim Gatow. Im Hintergrund rollt „Fördedeern“ Steffi ein. – Foto: bs

Um 5:30 Uhr holte ich Peter ab. Nach dem Frühstück im Altengammer Fährhaus starteten wir das Zeitfahren um 7:20 Uhr. Eine Minute vor und hinter uns ging je ein Team von der RG Wedel auf die Strecke. Bei einem der Teams war Dirk dabei, mit dem ich schon einige CylcoCross-Brevets bestritten habe.

Es wehte kaum ein Lüftchen. Das lag sicher am Nebel, der in Elbnähe herrschte und in Richtung Lauenburg immer dichter wurde. Am Ende konnten wir kaum weiter als 50 Meter sehen.

Wir radelten meistens zu zweit, weil sich keine passende Gruppe fand. Wir überholten kaum Teams und uns überholten auch nur wenige. Einige davon passierten wir später wieder, weil sie eine Panne hatten. Dass wir so wenigen Radlern begegneten, lag wohl auch an dem von uns gewählten Track. Dabei dachte ich, alle würden den fahren, weil er unter 270 Kilometer lang ist. Dem war offensichtlich nicht so.

Wir machten Rast an der Kontrolle in Dömitz (km 88) und beim NiedrigPreis-Markt in Rhinow (km 192). Das reichte uns.

Bei Roddan (km 156) erwischte uns ein Schauer, der uns in die Regenjacken zwang. Kurz danach konnten wir die Regenjacken wieder ausziehen. Aber ab jetzt fuhren wir fast immer über nasse Straßen. Dementsprechend sauten wir uns ein.

Vor Rhinow erinnerte ich mich, aus welchem Grund die „Allee des Grauens“ so heißt: Lange Geraden gibt’s in Brandenburg und Sachsen-Anhalt ja häufiger. Die „Allee des Grauens“ ist zusätzlich noch mit Klebeasphalt versehen, der einen förmlich festzuhalten scheint. Übelst, kann ich nur sagen! Und diesen Asphalt gab’s leider nicht nur dort.

Aber bei Rhinow war der größte Teil der Strecke ja bereits geschafft. Nervig wurde es wieder ab Falkenau im Stadtverkehr. Es waren viele Autofahrer unterwegs und an fast jeder Kreuzung mussten wir vor Rotlicht halten. Vielleicht sollten wir doch mal den Radweg an der B5 ausprobieren.

Zu unserer großen Freude erreichten Peter und ich das Ziel um 17:01 Uhr – nach 9 Stunden und 41 Minuten. Das entspricht einem Schnitt von gut 28 km/h inkl. Pausen und 30,0km/h war die Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung. Das schaffen wir bei unseren Dienstagstrainings äußerst selten. Ich war auch gut drauf, muss ich sagen. Im Ziel hatte ich zwar einen leicht flauen Magen. Aber nach der leckeren Suppe besserte sich das schnell wieder.

Tja. Die 10 Stunden Marke ist gerissen. Die Wedeler brauchten weniger als 9 Stunden… Wenn wir im kommenden Jahr mindestens 4 Leute für unser Team zusammen bekommen, müssten wir das auch schaffen.

Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel. Schauen wir mal.

Gruß

Ralf

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