Craft bike Trans Germany 2012

Nun sind wir wieder daheim. Gut 7 Stunden brauchten Hartmut und ich für die Fahrt nach Sonthofen, dem Trans Germany Startort, und 8 Stunden zurück von Garmisch-Partenkirchen.

Aufgrund unserer Erfahrung bei der TOUR Transalp 2010 reisten wir schon am Samstag vor dem Rennen an, das von Mittwoch bis Samstag dauern sollte. Denn erstaunlicherweise wird die Form trotz täglicher Belastung besser, solange man nicht überzieht. Und wir wollten stark starten!

Nach drei relativ kurzen Ausflügen (21 bis 45 km) am Sonntag, Montag und Dienstag entschloss Hartmut sich, für mich den Edelhelfer zu machen und erst im nächsten Jahr Vollgas zu geben. Das hatte schon was: Am Start von Hartmut erwartet, versorgt und, sofern nötig, zum Hotel gebracht zu werden. Edel eben.


Start zur 1. Etappe in Sonthofen


1. Etappe in Hindelang nach dem ersten schweren Berg und einer haarsträubenden Abfahrt

So ein Etappenrennen beeindruckt mich immer wieder. Mehrere Tage hintereinander Cyclassics-Feeling: Großer Bahnhof jeden Morgen, unterwegs und am Nachmittag im Ziel. Hunderte, die dein Hobby teilen und einige, die es zum Beruf gemacht haben. Alle beißen sich durch, genau wie du. Und die ganze Zeit Natur pur. Ab 18 Uhr dann Pasta-Party, Briefing, Fotos und Video des Tages.


Finisher-Ehrung auf der Abschlussveranstaltung in Garmisch-Partenkirchen

Diese Etappenrennen sind jeden Cent wert! Egal ob TOUR-Transalp oder bike Trans Germany.

Aufgrund von Videos und der Etappenbeschreibungen dachte ich, dass es keine nennenswerten technischen Abschnitte geben würde. Da täuschte ich mich, wie ich schon am ersten Tag einsehen musste: Teilweise ausgespülte Wege mit faustgroßen Steinen, die gern ein Stück mitrollten, wenn ich sie berührte und hohe Stufen bzw. Löcher. Und dann gleich wieder stramm bergauf. Natürlich auch auf Steinen!

Es waren zwar nur wenige Kilometer von knapp 80 insgesamt, aber Fahrtechnik und Mut waren meistens gefordert, insbesondere bergab. Das war an jedem der 4 Tage so. Klar, es ging überwiegend über Asphalt und Schotter, aber bergab bei Rollsplitt und Serpentinen erfordert doch Feingefühl an der Bremse, wie ich einmal schmerzllich erfahren musste.

So ein MTB-Rennen stellt wesentlich höhere Ansprüche an Kraft und Kondition des Fahrers als ein Rennradrennen.

Ein MTB-Rennen ist einfach geil!

Deshalb wollen Hartmut und ich auch im nächsten Jahr die Trans Germany fahren. Hartmut schlägt vor, das mit noch mehr RSCH-lern zu tun!

Wer ist dabei?

Gruß Ralf

Hier geht’s direkt zu den Fotos.

Es folgen die Aufzeichnungen der Strecke
1. Etappe von Sonthofen nach Pfronten
2. Etappe von Pfronten nach Lermoos (A)
3. Etappe von Lermoos (A) nach Seefeld, Tirol (A)
4. Etappe von Seefeld, Tirol (A) nach Garmisch-Partenkirchen

Statistik

Offiziell ging es in diesem Jahr über 288,5 km und 8648 Höhenmeter. Ich errang den 50. Platz von 86 Finishern und 97 Startern in der Klasse „Senior Masters“ (50 Jahre und älter). Insgesamt waren 538 Teilnehmer von 677 Finishern und knapp 800 Startern schneller als ich.

Hier noch Links zu Helmkameraaufnahmen eines brasilianischen Mitfahrers von jeder Etappe, die eine guten Eindruck von der Strecke und den fahrerischen Anforderungen vermitteln:

Und zu guter letzt eine Zusammenfassung aller 4 Etappen aus der Sicht eines Bayreuther Teams – leider mit ca. 30 Sekunden Werbung am Anfang …

4 Gedanken zu „Craft bike Trans Germany 2012

  1. Thomas R.

    Sehr schön. Klingt ja alles gut!

    Also ich wäre auf jedenfall unverbindlich dabei. Muss halt mal schauen was ich im nächsten Jahr mache. Falls ich wieder studiere, hoffe ich, dass ich Ferien habe.

    Bin auch gerade aber überlegen, mein Fully zu verkaufen und mir ein Hardtail zu besorgen. Mal sehen.

    Aber ne schöne Idee mit alle man dahin!:)

    Antworten
  2. Ralf

    Dies ist meine Pressemitteilung:

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    RSC Harsefeld bei Mountainbike-Rennen in den Alpen

    „MTB-Fahren macht auch im Sommer Spaß“, berichtete Ralf Poppe begeistert nach der Rückkehr von seinem ersten MTB-Rennen in den Alpen. „Da fahren wir im nächsten Jahr mit einem Team hin! 5 weitere RSCHler haben schon Interesse bekundet.“ Die Teilnahme an der diesjährigen „Craft bike Trans Germany“ vom 6. bis 9. Juni war eine Premiere für den RSCH, der bisher nur bei Rennradrennen wie der TOUR Transalp und natürlich regelmäßig bei den Hamburger Cyclassics vertreten war. Das 4-tägige MTB-Etappenrennen führte in diesem Jahr über 288,5km und 8648 Höhenmeter von Sonthofen, über Pfronten, Lermoos und Seefeld, Tirol, nach Garmisch-Partenkirchen. Ralf Poppe (54) belegte den 50. Platz von 86 Finishern und 97 Startern in der Klasse „Senior Masters“ (50 Jahre und älter). Insgesamt waren 537 Teilnehmer von 677 Finishern und knapp 800 Startern schneller als der Harsefelder.Der RSC Harsefeld startet jeden Dienstag um 18:15 Uhr am Waldstadion zu ca. 2 stündigen Touren, von April bis September mit dem Rennrad und im Winterhalbjahr mit dem MTB. Mitfahrer sind willkommen. Nähere Infos gibt es unter http://www.rsc-harsefeld.de
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    Und dies, was das Tageblatt am 25.6.12 veröffentlicht hat:

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    Ralf Poppe fährt durch die Alpen
    Mountainbike-Rennen

    HARSEFELD. Ralf Poppe (54) vom RSC Harsefeld ist beim Mountainbike-Rennen in den Alpen auf den 50. Platz seiner Altersklasse gefahren. Das viertägige Etappenrennen führte in diesem Jahr über 288,5 Kilometer und 8648 Höhenmeter von Sonthofen, über Pfronten, Lermoos und Seefeld, Tirol, nach Garmisch-Partenkirchen. Die Teilnahme war eine Premiere für den Harsefelder Verein.
    Der RSC Harsefeld startet jeden Dienstag um 18.15 Uhr am Waldstadion zu etwa zweistündigen Touren, von April bis September mit dem Rennrad und im Winterhalbjahr mit dem Mountainbike. Mitfahrer sind willkommen. Nähere Infos unter http://www.rsc-harsefeld.de

    25.06.2012
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    Das ist Pressefreiheit.

    Antworten
  3. Bufo

    Oh ja, das sieht wirklich sehr interessant aus. Und wie schon beim Kyffhäuser, fast ausschließlich Hardtails.

    Gut, dass ich meins dann doch nicht verkauft habe 🙂

    Gruß

    Thomas

    Antworten
  4. Pingback: Mit dem MTB im Harz im September | RSC Harsefeld

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